Aus der Heide-Pflanzenwelt

Die geläufigste Sorte des Heidehonigs stammt von der Besenheide, auch Heidekraut genannt. Der lateinische Name lautet Calluna vulgaris, daher wird Honig von dieser Pflanze auch als Calluna-Heidehonig bezeichnet. Man findet größere zusammenhängende Gebiete von Callunaheide nur wenig, bei uns am bekanntesten ist natürlich die Lüneburger Heide, ausserdem gibt es noch Flächen in Schweden, Schottland und vor allem in Frankreich. Im August und September hat sie ihre Blütezeit und die Bienen können Nektar finden, wenn es gut läuft – denn Blüte heißt nicht automatisch Nektar für die Bienen, hier spielen auch andere (klimatische) Faktoren noch eine Rolle.

Eine weitere Heideart ist die Erikaheide (Erica spec.), die es den Bienen aber etwas schwerer macht: sie hat eine glockenförmige, fast geschlossene Blütenkrone und ist somit für die Bienen mit ihrem relativ kurzen Rüssel schwieriger zugänglich. Diese Heideart findet sich auch eher in südlicheren Gefilden, z.B. in Spanien und Frankreich, der Honig dieser Heideart ist herber im Geschmack und auch dunkler in der Farbe, aufgrund von weniger kolloidaler Bestandteile (bestimmte Eiweiße und Zuckerstoffe) ist er auch nicht ganz so geleeartig wie der Calluna-Heidehonig.

Eine Besonderheit ist die Ericaart Bruyere Blanche, auch Baumheide (erica arborea) genannt. Sie wächst baumartig bis zu 6 Metern hoch und hat eine weiße Blüte in der ersten Jahreshälfte, je nach Region. Sie mag vor allem saure Gesteinsböden und ist vorrangig im Mittelmeerraum zu finden und als Honig nur selten zu bekommen (meist aus Frankreich). Die knollenartigen Wurzeln werden seit dem 19. Jahrhundert für die Herstellung von Tabakpfeifen verwendet.

Entscheidend für die Gewinnung eines richtigen Heidehonigs sind große einheitliche Flächen, die richtigen klimatischen Begleitumstände, genug Bienen und ein Imker – die optimale Verknüpfung also von Flora, Fauna und Homo sapiens. Wie nun die unterschiedlichen Heidehonig-Sorten so beschaffen sind findet sich in der Rubrik Honig-Details.