Heidehonig kaufen – was muss man wissen?

Generell ist ein guter Heidehonig nicht günstig zu bekommen, das hat mehrere Ursachen:

  • Es gibt generell wenig Flächen,was die möglichen Erntemengen einschränkt
  • Es gibt nicht jedes Jahr eine Ernte, und die Menge pro Volk ist selbst dann nicht hoch
  • Heidehonig ist aufgrund seines Geschmacks sehr beliebt und es gibt oft mehr Nachfrage als Angebot
  • Der Imker muss wandern und verliert aufgrund der Abnutztracht am Saisonende auch Bienen
  • Heidehonig ist sehr geleeartig und lässt sich nicht wie andere Honigsorten einfach ausschleudern – er muss zwei Durchgänge durchlaufen, wobei die einzelnen Zellen der Honigwaben speziell geweitet werden müsen, damit der Honig herauskommt

Da kommen also gleich mehrere Faktoren zusammen, und am Ende muss der Verbraucher noch entscheiden, wo er seinen Heidehonig kaufen will. Da ist die Welt ist bunt, auch die des Heidehonigs: es gibt die unterschiedlichsten Varianten von unterschiedlichsten Anbietern. Es empfiehlt sich daher auf einige Dinge zu achten:

Wer ist der Anbieter, welche Informationen bekommt man über Produktion und  Unternehmen, ist es eine Imkerei oder nur ein Vertrieb etc. Nicht immer gilt: deutsch gleich gut oder umgekehrt: nicht deutsch gleich nicht gut – es gibt z.B. hervorragenden Heidehonig aus Frankreich oder aus Schweden, und mitunter hält auch mal ein deutscher Heidehonig nicht, was er verspricht. Entscheidend ist da auch das Handwerk und der Umgang mit dem geernteten Honig, wird er naturbelassen nicht erhitzt und steht eine gewisse Professionalität im Rahmen einer beruflichen Qulifikation hinter der Produktion. Schließlich ist Imker auch eine dreijährige Berufsausbildung (Tierwirt Fachríchtung Bienenhaltung und Imkerei), und das nicht ohne Grund, auch wenn es viele gute Imker im Hobbybereich gibt. Die Imkerei Nordheide z.B. betreibt ihre Berufsimkerei bereits seit fast 40 Jahren und ist noch mit Korbimkerei groß geworden, hier bekommt man mehrere Varianten des Heidehonigs, sogar noch die seltene Art des Presshonigs. Aber Anbieter gibt es zu hauf im Internet, da hilft letztendlich nur: probieren geht über studieren.