Was es noch so alles gibt …

Da es – Gott sei dank – viele unterschiedliche Pflanzen in vielen verschiedenen Ländern dieser Welt gibt, ist auch die Honig-Vielfalt entsprechend spannend. In Deutschland sind die Möglichkeiten für diverse eindeutige Honigtrachten (also nicht „nur“ Blütenhonig aus diversen Trachtpflanzen gleichzeitig) überschaubar, geläufig sind hier z.B.

  • Rapshonig
  • Akazienhonig
  • Lindenhonig
  • Waldhonig
  • Tannenhonig
  • Kastanienhonig
  • Kornblumenhonig
  • Sonnenblumenhonig

Auch regionale Trachten sind spezifisch und können eindeutigen Geschmack haben, z.B. Altländer Bienenhonig (Apfel- und Kirschblüte) oder Berliner Honig (Berliner Stilblüten :-). In anderen Ländern herrschen andere Vorbedingungen, wachsen dadurch andere Pflanzern und es gibt somit auch anderen Honig, hier eine kleine Auswahl:

  • Spanien: Mandelblütenhonig, Orangenhonig
  • Rumänien: Korianderhonig, Seidenpflanzenhonig
  • Italien: Erdbeerbaumhonig, Eukalytushonig
  • Frankreich: Lavendelhonig, Bruyere Blanche
  • Neuseeland: Thymianhonig, Manukahonig
  • Australien: Lederbaumhonig
  • Südamerika: Regenwaldhonig, Olmohonig
  • Türkei: Pinienhonig
  • Thailand: Dattelhonig
  • Polen: Buchweizenhonig

… und so weiter und so weiter – andere Länder, andere Sitten, anderer Honig. Für einen Einkauf eignet sich als Onlineshop hier z.B. die Seite www.bienenhonigshop.de, dort werden auch Probiersets mit Minigläsern zum Kennenlernen angeboten. Die Qualität eines Honigs ist nicht unbedingt  vom Herkunftsland abhängig – die Bienen machen den gleichen Job und die Imker – im Großen und Ganzen – auch. Aber natürlich gibt es diverse Einflüsse von der Blüte/Nektar bis zum verkaufsfertigen Honig im Glas: Umweltbedingungen, Behandlungsmethoden bei den Bienen hinsichtlich Krankheiten, Sauberkeit, Umgang mit der Rohware (vorallem Wärme), Lagerungszustände, Produktionsverfahren, Filtern, Abfüllvorgang etc. Kurz gesagt: Was passiert bevor die Biene an den Nektar kommt und was auf dem Weg ins Honigglas – daher ist Honigkauf vor allem auch ein Stück weit Vertrauenssache. Langjährige Berufsimkereien sind da sicherlich im Vorteil, zumal gerade bei den „Profis“ auch Lebensmittelämter regelmäßig kontrollieren und der angebotene Honig häufig bereits im Vorfeld externen Laboruntersuchungen unterzogen wurde – denn von seinem Beruf will man leben, da ist eine notwendige Markttransparenz immer ein Plus. Guter Honig hat somit seinen Preis, genauso wie andere natürliche Lebensmittel – mit etwas Glück ist der eigene Lieblingshonig aber ja vielleicht aus der Region um die Ecke.